Ernte“ eines Filmerjahres
Zweimal eine Bronzemedaille für FCT-Autoren

Ein Blick auf die Ergebnislisten sagt Insidern im Amateurfilmbereich: Es hat sich einiges verändert und es ist schwerer geworden, auf Bundesebene zu punkten, sprich mit einer Medaille nach Hause zu kommen. Beim Film Club Teck ist deshalb die Freude darüber besonders groß, dass dies gleich zwei Mitglieder geschafft haben und insgesamt fünf FCTler zu Bundesfilmfestivals gemeldet waren.

Zu den einschneidenden Veränderungen innerhalb der Wettbewerbsstruktur des Bundesverbandes Deutscher Film-Autoren (BDFA) gehören starke Einschränkungen. Es wird nicht mehr in den verschiedensten Genres angetreten, sondern es gibt nur noch zwei Kategorien: Dokumentarischer Film und Fiktionaler Film. Zudem ist die Zahl der Austragungsorte geschrumpft und das hat eine deutliche Reduzierung der gezeigten Filme zur Folge gehabt. Auch an der Anzahl der zu vergebenden Medaillen wird noch immer geschraubt und im Grunde sorgt sich die BDFA-Spitze nicht nur um die Vitalität der die Festivals ausrichtenden Vereine, sondern auch um die Mitgliederzahl generell.

Umso schöner also, dass es beim Film Club Teck Anlass zur Freude gibt. In der Kategorie Dokumentarischer Film waren drei Clubmitglieder bei Bundesfilmfestivals vertreten. In Fuldabrück erhielt Lothar Bogsch für „Brazula“ eine Bronze-Medaille. Die auf zwei Erzählebenen miteinander verflochtene Geschichte und Herstellung der Brezel hatte bei der Jury Gefallen gefunden. Dasselbe gilt für „Gorée von Dr. Helmut Leier. Beim Bundesfilmfestival im bayerischen Dorfen beeindruckte er mit den beiden Gesichtern der senegalesischen Insel – bunte Gegenwart und dunkle Sklavenvergangenheit. Werner Rothenöder hatte einen „Vergnügungsdampfer“ auf die Reise geschickt, aber die irreale Welt der Kreuzfahrtschiffe landete beim Bundeswettbewerb in Catrop-Rauxel in der langen Reihe der Teilnahmeurkunden. Angesichts besagter Umstrukturierungen ist allerdings das schon ein Erfolg.

So müssen es auch die beiden FCT-Autoren sehen, die mit ihren Filmen zum Bundesfestival Natur in Blieskastel gemeldet waren. Dieser Wettbewerb nimmt insofern eine Sonderstellung ein, als nur ein „Goldener Schmetterling“ und eine geringe Anzahl „Silberne Schmetterlinge“ vergeben werden. Dafür werden aber alle teilnehmenden Filme mit einer Festival-Medaille ausgezeichnet und das ist schon eine besondere Anerkennung. Darüber freuen dürfen sich Gerd Ruckdäschel mit „Verwunschener Bergsee“ – eine Fotoschau mit eindrucksvollen Unterwasser-Aufnahmen – und Dr. Hans-Wolfgang Wetzel. Seinem Film „Der Spalt“ gelingt es, auf dem Weg einer Schnecke Spannung zu erzeugen.

Damit ist also die „Ernte“ eines Filmerjahres eingefahren. Auch der Film Club Teck wird sich auf die Veränderungen innerhalb des Dachverbandes einstellen und nicht aus den Augen verlieren, dass der Wettbewerb nur einen Bruchteil des Vereinslebens ausmacht. Sicher, ein bisschen Salz in der Suppe ist das schon, aber generell soll auch Filminteressierten ohne Wettbewerbsambitionen dabei geholfen werden, ihre Familien- oder Reisefilme beispielsweise interessanter zu gestalten. Daher sind Gäste stets willkommen und unter www.filmclub-teck.de ist mehr zu erfahren.

Barbara Ibsch

 

 

Durchmarsch auf die Bundesebene
Der Film Club Teck war wieder einmal sehr erfolgreich

Dettingen. Dass der Film Club Teck Landesfilmfestivals ausrichten kann, beweist er im Turnus von vier Jahren. Dass FCT-Autoren bei Landeswettbewerben erfolgreich sind, zeigt sich in der Regel gleich zweimal im Jahr, zuletzt beim 84. Landesfilmfestival in Waiblingen mit insgesamt sechs neuen Produktionen. Fünf davon sind sofort zu Bundesfilmfestivals weitergemeldet worden, ein Film landete im „Pool“ der Nominierungen, könnte also auch noch den Sprung auf die Bundesebene schaffen.

Mit jeweils einem zweiten Preis bedacht wurden die drei folgenden Filme: „Gorée“ von Dr. Helmut Leier steigt über die Gegenwart der senegalesischen Insel ein in deren dunkle Vergangenheit des Sklavenhandels. Der Film wird beim Bundesfilmfestival Doku in Dorfen zu sehen sein. „Der Spalt“ von Dr. Hans-Wolfgang Wetzel lässt nicht nur die Spannung der Zuschauer steigen, sondern unterlegt den Weg einer Schnecke auch mit einem philosophischen Gedankengang. Eine Weitermeldung zum Bundesfilmfestival Natur in Blieskastel war der Lohn dafür. „Brazula“ von Lothar Bogsch verbindet mit leichter Hand die Geschichte der Brezel mit der Anstrengung von Kindern, in einer Backstube ein solches Gebäck zu schlingen. Das brachte nicht nur Rang drei in der Publikumswertung, sondern auch die Weitermeldung zum Bundesfilmfestival Doku in Fuldabrück.

Mit jeweils einem dritten Platz wurden diese Filme bewertet: „Verwunschener Bergsee“ von Gerd Ruckdäschel ist im Grunde eine Fotoschau, der es beim Abtauchen unter Wasser an Bewegung nicht mangelt. Auch dafür gab es eine Weitermeldung zum Bundesfilmfestival Natur in Blieskastel. Der „Vergnügungsdampfer“ von Werner Rothenöder hat zum Glück die notwendige Menge Wasser unterm Kiel, befördert er doch nicht weniger als sechstausend Passagiere in der irrealen Welt der Kreuzfahrtschiffe. Das wird er dann auch beim Bundesfilmfestival Doku in Castrop-Rauxel tun. Wo eventuell „Unsere Lindenstraße“ von Karl-Heinz Kosmalla anlegen wird, ist noch offen. Die durch das Jahr der mächtigen Linden in Hochwang führende lokale Geschichte landete mit einem dritten Preis im „Pool“ der für die Bundesebene nominieren Filme.

Die Jury des Landesfilmfestivals wurde von FCT-Vize Lutz Schulze geleitet, der nun schon im 20. Jahr diese Funktion erfüllt. Zur diesjährigen Jury gehörte auch das FCT-Mitglied Dr. Volker Bürkle. Club-Schatzmeister sowie Regionalleiter Werner Rothenöder ermittelte die Publikumswertung.

In den nächsten Wochen geht es also zu den Bundeswettbewerben und damit bleibt es spannend. Am Ende könnte die Einladung zu den Deutschen Filmfestspielen stehen.

Barbara Ibsch

 

 

Fazit: Ein spannendes Vereinsjahr
Auch Filmer müssen eine Hauptversammlung abhalten

Dettingen. Bei gleicher Vorgabe können die Ansätze durchaus unterschiedlich sein, wichtig ist nur, den Spannungsbogen zu halten. Richtig, von Filmerinnen und Filmern ist die Rede, von deren Vorgehen, aber auch von deren Umfeld. Genauer gesagt von der Hauptversammlung, die auch der Film Club Teck als gemeinnütziger Verein abzuhalten hat. Das ist im Grunde eine unspektakuläre Angelegenheit wie bei vielen Vereinen, gibt aber Anlass dazu, ein Clubjahr zu bilanzieren. Und da kommt dann besagter Spannungsbogen ins Spiel. Fazit: Abwechslungsreich und reichhaltig war 2018 aus FCT-Sicht – spannend eben.

Clubleiter Helmut Kohlhammer konnte bei seinem Geschäftsbericht aus dem Vollen schöpfen, reduzierte den Rückblick aber auf die Höhepunkte eines, wie er zufrieden betonte, „harmonisch verlaufenen Clubjahres“. Gut besucht sei es gewesen, auch von vielen Gästen, sowie geprägt von „großen Aufgaben“. Dazu gehörte in erster Linie das Ausrichten des 83. Landesfilmfestivals, zu dem viele baden-württembergische Filmautoren in die Dettinger Schloßberghalle gekommen waren. „Die Filmfreunde haben sich wohl gefühlt“, bestätigte Kohlhammer und berichtete zugleich von Dank und Anerkennung durch den Landesvorsitzenden, ausgesprochen dieser Tage bei der in Kirchheim abgehaltenen Hauptversammlung des Landesverbandes im Bund deutscher Filmautoren (BDFA). Das Lob für den FCT als viertgrößter Club im Land ist natürlich mit der Hoffnung verbunden, am Vier-Jahres-Rhythmus festzuhalten und somit 2022 wieder ein Festival auf Landesebene auszurichten. Die Garantie dafür kann angesichts der Altersstruktur natürlich nicht gegeben werden, der gute Wille wurde aber im Verlauf der FCT-Hauptversammlung zum Ausdruck gebracht.

Festival bedeutet zugleich auch Wettbewerb und in diesem Zusammenhang wurde von Helmut Kohlhammer das sehr gute Abschneiden etlicher FCT-Autoren hervorgehoben. Sein Dank galt aber auch den Mitgliedern, die sich als Juroren sowie in Funktionen auf Landesebene zur Verfügung stellen. Ein Dankeschön der besonderen Art erhält der FCT nun schon seit Jahren bei öffentlichen Veranstaltungen wie Gemeindefilmabend in Dettingen, Kurzfilm-Matinee in Kirchheim oder „Kinole“ in Weilheim. Gut besucht sind sie stets und im Gespräch mit den Besuchern werden die filmisch umgesetzten Themen gerne vertieft.

Den zahlenmäßig ziemlich konstant gebliebenen Mitgliedern dankte der Clubleiter für die Mitarbeit, um dann „mit großer Freude“ dem gerade begonnen neuen Clubjahr entgegenzusehen. Das positive Fazit musste natürlich erwidert werden, und so würdigte Club-Vize Lutz Schulze den Einsatz von Helmut Kohlhammer unter Applaus kurz und knackig: “ Bleib gesund, mein Gut’ster, und mach weiter so!“

Schriftführer Heiner Gabel zeigte in seinem detaillierten Rückblick auf, dass im vergangenen Clubjahr viel angeboten, geleistet und erreicht worden ist, das den FCT „über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht hat“. Zugleich erinnerte er aber auch daran, dass die gemeinsame Freude in der Vereinsgemeinschaft nicht zu kurz gekommen ist.

Gut nachzuvollziehen war der von Schatzmeister Werner Rothenöder auch optisch ansprechend aufbereitete Kassenbericht. Den relativ bescheidenen Möglichkeiten auf der Einnahmenseite stand die im vergangenen Jahr durch das Anschaffen von Geräten bestimmte Ausgabenseite gegenüber. Rothenöder selbst durfte von den Kassenprüfern Hanni Wachutka und Rolf Hohmeier Anerkennung und Dank für die nicht zu beanstandende Kassenführung entgegen nehmen.

Unter der Leitung von FCT-Mitglied Werner Fahn erfolgte die einstimmige Entlastung des Gesamtvorstandes, aber auch die ebenso vorgenommene Wahl der Vereinsspitze. Clubleiter bleibt Helmut Kohlhammer, Lutz Schulze fungiert weiterhin als Stellvertreter, Werner Rothenöder als Schatzmeister und Heiner Gabel als Schriftführer. Eberhard Halder ist für die Technik verantwortlich. Peter Markotschi löst Hanni Wachutka als Kassenprüfer ab.

Für den Punkt „Sonstiges“ hatte der Clubleiter das Thema Mitgliedsbeitrag angekündigt und in so manchem Hinterkopf mit Sicherheit den Zusatz „Erhöhung“ ausgelöst. Doch dann kam alles ganz anders: „Was Wenige für den Filmclub erwirtschaftet haben, soll allen zugute kommen“, erklärte Helmut Kohlhammer den überraschten Mitgliedern. Im Klartext: Der Mitgliedsbeitrag für 2019 soll aus der Vereinskasse beglichen werden. Möglich macht dies der Erlös aus der Herstellung eines Jubiläumsfilms, deklariert als FCT-Gemeinschaftsarbeit, umgesetzt von einigen Clubmitgliedern. Ein ungewöhnlicher Schritt, der für den Zusammenhalt im Verein spricht. Vielleicht weckt so viel Gemeinsamkeit auch das Interesse von eventuellen Neu-Mitgliedern (ein erster Schritt wäre der Blick auf die von Karl-Heinz Kosmalla gepflegte Homepage www.filmclub-teck.de). Den Spannungsbogen bei der jüngsten Hauptversammlung hat es auf jeden Fall verstärkt.

Barbara Ibsch

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Wieder volles Haus beim Gemeindefilmabend

Klar, viele waren vor allem auf die Besonderheiten gespannt, mit denen die SFD ihr Jubiläumsjahr aufgepeppt hat. Aber wir Filmer wissen natürlich um den berühmt-berüchtigten Spannungsbogen und deshalb hat der FCT die Gemeinschaftsproduktion „125 Jahre Dettinger Sportverein“ auch ganz bewusst an den Schluss gesetzt. An das Ende des Gemeindefilmabends 2018, dem fulminanten Start ins neue Jahr, seit Jahrzehnten in der bewährten Kooperation Gemeinde Dettingen und Film Club Teck.

Es bleibt immer wieder neu und aufregend, auch wenn Vieles vertraut ist: Wir – der FCT – werden ein wenig vom „Lampenfieber“ erwischt und von der Frage bewegt, ob auch diesmal so viele Menschen in die Dettinger Schloßberghalle strömen. Bei Saalöffnung ist es noch ziemlich überschaubar, doch dann füllen sich die Stuhlreihen und kurz vor Beginn muss wieder nachgestuhlt werden. Es kann nichts Schöneres für den Veranstalter geben.

Dann die ersten Lacher im Publikum, wenn das Wortspiel zwischen Schulze und Schultes den Abend eröffnet und der Club-Vize Lutz Schulze dem Bürgermeister das Mikro überlässt. Rainer Haußmann versteht es auch diesmal, souverän lokale Information mit dem Blick über den Tellerrand zu verbinden. Viel Persönliches wird an diesem Abend zudem spürbar und entsprechend kräftig ist dann auch der Applaus dafür.

Stichwort Beifall: Damit haben die Besucher des Abends wahrlich nicht gegeizt. Das hat gut getan und all die Arbeit belohnt, die in jedem der Filme steckt. Ein abwechslungsreiches Programm hat Lutz Schulze zusammengestellt und locker wie immer durch den Abend geführt. Auch das kam an wie die Filme selbst, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Das wiederum zeigt die Brandbreite des Clubs, der zu seinen Abenden Gäste stets willkommen heißt. Vielleicht entdeckt der eine oder die andere dabei selbst die Freude am Filmen. Wir sind auf jeden Fall zur Hilfestellung gerne bereit.

Was geboten wurde? Ziemlich viel „Wiese“ als unterschiedlich aufbereitetes FCT-Jahresthema. Wasser spielt eine Rolle beim kleinen Kraftwerk am Mühlkanal, aber auch bei der damals noch unbeschwerten Flusskreuzfahrt durch die Ukraine samt Bezug zur leider bedrückenden Gegenwart. Ebenfalls nicht sorgenfrei eine Animation, die sich mit den Folgen stupiden Mitläufertums beschäftigt. Zu sehen war aber auch, mit welchen Überraschungen der Hausbau über einem faszinierenden Höhlensystem verbunden sein kann. Und natürlich war Humorvolles ebenso vertreten – diesmal kam es aus dem Wachsfigurenkabinett. Doch dann Dettingen pur: Beim Kinderferienprogramm in der einstigen Backstube und endlich das Jubiläum 125 Jahre Sportfreunde Dettingen.

Wir gehen jetzt einfach hoffnungsfroh davon aus, dass die Zuschauerreihen nicht nur deshalb geschlossen blieben, sondern dass all den vielen Menschen, die gekommen waren, das gesamte Programm gefallen hat. Auf jeden Fall aber bedanken wir uns für die Verbundenheit, die Sie uns auch beim Gemeindefilmabend 2018 gezeigt haben. Wir freuen uns auf Sie beim nächsten Mal! Vielleicht sehen wir uns ja schon im März wieder, wenn am 10. und 11. das Landesfilmfestival in der Dettinger Schloßberghalle steigt. Reinschnuppern lohnt sich.

Barbara Ibsch

 

 

 

 

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Neue Produktionen können sich sehen lassen
Regionales Filmfestival in Dettingen brachte gute Bewertung für FCT-Autoren

Woran lag’s? Proppenvoller Saal, obwohl die Sonne schien. Richtig: Filmfestival in Dettingen. Es war zwar „nur“ ein regionaler Wettbewerb, aber das Interesse an dieser ersten Stufe des Messens mit anderen war ausnehmend groß. Der Film Club Teck als Ausrichter der Veranstaltung musste gleich mehrmals Stühle und Tische nach- und zusammenschieben. Grund zur Freude gab es aber auch für die FCT-Autoren, die ihre neuesten Produktionen zum Wettbewerb gemeldet hatten – die beiden einzigen Ersten Preise blieben beim Club und generell konnte sich das Ergebnis sehen lassen.

Die Region Mitte, zu der sich die Filmclubs aus Dettingen, Nagold, Reutlingen, Schorndorf, Schwäbisch Gmünd und Waiblingen zusammengeschlossen haben, ist sich deutlich näher gekommen. Das zeigte die herzliche Begrüßung untereinander, das ließ sich aber auch am Filmaufkommen messen. Gab es früher schon mal die Frage, ob ein regionales Filmfestival überhaupt zustande kommen würde, hegte diesmal niemand auch nur einen Hauch dieses Gedankens. Fünfzehn Filme waren gemeldet und das versprach gute Unterhaltung für die von Regionalleiter Werner Rothenöder begrüßten Gäste. Intensive Arbeit dagegen lag vor der Jury unter der Leitung von Eva Schulmeyer vom Videoclub Waiblingen. Sie moderierte nicht nur souverän, sondern hakte auch nach und sorgte für hinterfragte Sichtweisen bei den Jurymitgliedern Manfred Autenrieth (Ludwigsburger Filmclub), Lothar Bogsch (Film Club Teck), Manfred Hirt (Fotofreunde Altbach) und Professor Dr. Fritz Dannenmann (Reutlinger Filmclub).

Die Juryleiterin spannte zudem den Bogen etwas weiter und sprach die Situation innerhalb des derzeit in einem Umbruch begriffenen Bundes Deutscher Filmautoren (BDFA) an. Eva Schulmeyer bescheinigte dem Landesverband Baden-Württemberg einen guten Ruf und führte dies mit darauf zurück, dass Filme nicht einfach durchgereicht oder abgeschmettert werden. Es besteht vielmehr die Chance, nach dem Regionalwettbewerb an den Produktionen bis zum Landeswettbewerb noch etwas ändern zu können. Engagierte Filmer nutzen dies und für sie wiederum ist wichtig, von einer kompetenten Jury entsprechende Hinweise zu erhalten. Daran fehlte es nun in Dettingen wahrlich nicht, setzte sich doch die Jury kompetent, aber auch einfühlsam mit den unterschiedlichsten Bereichen auseinander. Reisefilme gehörten dazu, Stadtportraits, technische Einblicke, Naturfilme, ausgesprochen sensible Themen, es durfte aber auch geschmunzelt werden. Alle Autoren hatten sich großen Respekt vor ihrer intensiven Arbeit verdient, in der viel Zeit und Kraft steckt. Dies allein darf natürlich nicht das Kriterium einer Bewertung sein. Gefragt sind vielmehr Aussage, Geschichte und Unterhaltungswert eines Filmes. Dass es davon einiges zu sehen gab, zeigt die Bewertung durch die Jury: Zweimal ein Erster Preis, sechs Zweite Preise und siebenmal ein Dritter Rang. Neun der insgesamt fünfzehn Filme wurden weitergemeldet zum Wettbewerb auf Landesebene.

Der gezielte Blick auf den Ausrichter: Beim Film Club Teck darf Freude herrschen. Die FCTler waren mit neun Filmen vertreten und damit die stärkste Truppe, bestehend aus insgesamt acht Autoren. Zweimal ein Erster Preis, drei Zweite Preise und viermal Rang Drei sind die Ausbeute; dazu kommen noch die erhofften Weitermeldungen für sechs Filme.

Auch wenn es auf Regionalebene die Auszeichnung „Bester Film des Wettbewerbs“ offiziell nicht gibt, darf sich FCT-Autor Josef Pettinger insgeheim damit doch schmücken. Sein Film „Reni“ hatte alle fünf Jury-Stimmen für einen Ersten Platz und die Weitermeldung erhalten. Das war der Lohn für einen überaus sensibel gestalteten Film, in dessen Mittelpunkt eine sehr selbstbewusste contergangeschädigte Frau steht. Wie sie das Leben meistert und zudem ungewöhnliche Wege geht, hat Josef Pettinger eindrucksvoll festgehalten. Der Film zeichnet sich durch große Nähe aus und bewahrt dennoch die notwendige Distanz, ist anrührend, ohne auf die Tränendrüse zu drücken. Kontrastprogramm bietet der zweite Pettinger-Film. „Präsentation schräg und laut“ zeigt den hohen technischen Aufwand vor einer Abendveranstaltung, die – der Titel lässt darauf schließen – der Guggenmusik freien Lauf lassen wird. Also gleich zwei Spektakel der besonderen Art, bewertet mit einem Zweiten Preis und der Weitermeldung zum Landesfilmfestival.

Humorvolles ist in der Regel aus der Filmwerkstatt von Lutz Schulze zu erwarten und der stellvertretende Clubleiter enttäuschte auch diesmal nicht. Er war mit drei Kurzfilmen vertreten und wird einen davon auch beim Landesfilmfestival zeigen dürfen. „Da kam ick ins Grübeln“ heißt der Streifen, die Zuschauer aber kommen rasch ins Schmunzeln, wenn sie mit der Berliner-Schnauze auf Lanzarote unterwegs sind und beispielsweise auf der Bettkante von Omar Sharif landen. Hoher Unterhaltungswert wurde dem Filmspaß bescheinigt, mit vier Stimmen ein Erster Preis verliehen und von der Weitermeldung war bereits die Rede. Auf die Landesebene hat auch der zweite Schulze-Film geschafft, auch wenn es nur einen Dritten Preis dafür gegeben hat. „Besuch bei M.T.W.“ lautet der geheimnisvolle Titel, der sich aber rasch erschließt, wenn der Berliner die Reimform wählt und das Wachsfigurenkabinett der Madame Tussauds unsicher macht. Unterhaltungswert auch beim dritten Film „Fernverkehr“. Auf der Modelleisenbahn-Anlage kreisen die Miniaturzüge, im Kopf des Mannes dreht sich aber alles um den „Nahverkehr“, wie üppige Pin-up-Bilder beweisen. Dem Fahrt aufnehmenden Kopfkino gab die Jury einen Dritten Preis, versagte aber die Weichenstellung in Richtung Landesebene. Für Gesprächsstoff war dennoch gesorgt.

Ein Zeitdokument als Zwischenbilanz hat Karl-Heinz Kosmalla geschaffen. „Stuttgart 21“ bietet nicht alltägliche Einblicke in die umstrittene Großbaustelle, rückt Für und Wider bewusst nicht in den Vordergrund, sondern informiert lieber sachlich zurückhaltend über den Baufortschritt. Das hat beeindruckt und zu einem Zweiten Preis samt Weitermeldung geführt.

Über dieselbe Bewertung und den Sprung auf die Landesebene darf sich auch Ehrentraud Albrecht freuen. „Jenseits des Horizonts“ entführt sie und lässt dabei im Doppelpack heranwachsendes Leben im Mutterbauch darüber sinnieren, ob es ein Leben nach der Geburt geben kann. Filmerisch eine ungewöhnliche Idee reizvoll umgesetzt.

Mit dagegen geradezu schwerer Kost haben sich Herbert Kaiser, Rolf Horst und Peter Markotschi auseinander gesetzt. „Das andere ICH“ war Titel einer Ausstellung zum Thema „Maske und Alter Ego“. Ein Bereich, der von Beziehungen strotzt - in dem man sich verlieren kann. Die Jury war für einen Dritten Preis.

Ein Dritter Rang auch für Werner Rothenöder, der „Fünf Stunden mit Monique“ verbracht hat. Nein, nicht dort, wo manche jetzt vielleicht meinen. Die charmante Stadtführerin führte durch Schwedens Hauptstadt Stockholm und dabei auch zu Orten neben den ausgetretenen Touristenpfaden.

Gerd Ruckdäschel aus Bissingen ist zwar nicht FCT-Mitglied, hat über diese Schiene aber seine kombinierte Film- und Fotoschau „Gentle Giants“ zum Wettbewerb gebracht. In eindrucksvollen Bildern schildert er das Taucherlebnis mit Walhaien in philippinischem Gewässer, eingebaut in die Geschichte um einen Fischer. Das hat gefallen und dem Autor einen Zweiten Preis sowie die Weitermeldung eingebracht.

Nach dem Wettbewerb ist bekanntlich vor dem Wettbewerb und der heißt im November Videografika in Ludwigsburg oder Landesfilmfestival im März nächsten Jahres in Dettingen. Wer will, kann bis dahin ja noch an seinem Film feilen.


Barbara Ibsch

 

 

Alle Filme sind auf
der Bundesebene

Dettingen. Die Freude ist groß und die Riege komplett: Auch der vierte Film aus der Produktion eines FCT-Autoren hat es auf die Bundesebene geschafft. Zunächst nur nominiert, gab es jetzt „Grünes Licht“ für den Film „Zerrissenes Land“ von Lothar Bogsch, der eine Flußkreuzfahrt durch die Ukraine mit dem gewaltsamen Geschehen in diesem Land verwoben hat. Der 18-Minuten-Streifen wird Ende April beim Bundesfilmfestival Dokumentarfilm in Fuldabrück zu sehen sein. Dorthin ist auch „Meine Entscheidung“ gemeldet, ein Film von Karl-Heinz Kosmalla mit einer Laufzeit von acht Minuten. Im Mittelpunkt steht die Entscheidung einer Frau, ins Seniorenheim zu ziehen.

Zum Bundesfilmfestival Dokumentarfilm in Dortmund ist „Plötzlich war da ein Loch“ gemeldet. FCT-Autor Josef Pettinger nimmt einen zwanzig Minuten lang mit in die Laierhöhle, über der ein Haus entstanden ist. In einem ganz anderen Genre ist der Zweiminüter „Und?“ von Barbara und Hartmut Ibsch angesiedelt. Der Animationsfilm wird beim Bundesfilmfestival Fiction in Schrobenhausen zu sehen sein.

Aus dem Film Club Teck sind insgesamt vier Filme in die neue Saison 2017 gestartet. Dass mit allen die Weitermeldung zu Bundesfilmfestivals erreicht werden konnte, erfüllt die nichtkommerziellen Autoren mit besonderer Freude. Ob es noch ein Stück weiter gehen kann, werden die Bundeswettbewerbe zeigen. Es bleibt auf jeden Fall spannend.

b.i.

 

 

FCT: Auch 2017 auf Erfolgskurs
Gleich mehrfach Erste Preis beim Landesfilmfestival erzielt

Der Film Club Teck befindet sich auch 2017 auf Erfolgskurs. Gezeigt hat sich das jetzt beim Landesfilmfestival im Bildungsforum Kloster Untermarchtal, zu dem FCT-Mitglieder mit insgesamt vier Filmen angereist waren. Resultat des Wettbewerbs auf Landesebene: dreimal ein 1. Preis samt Weitermeldung zu verschiedenen Bundesfilmfestivals und zudem ein 3. Preis mit der Nominierung für die Bundesebene. Die viele Arbeit, die in allen Filmen steckt, hat sich also gelohnt.

Ein Filmfestival in klösterlichem Ambiente, das hat schon was. Dabei stemmen die Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul durchaus einen modern strukturierten Alltag und sie erfreuten die nichtkommerziellen Filmemacher Baden-Württembergs wieder einmal mit herzlicher Gastfreundschaft. Sie luden dazu ein, „die Leinwand zum Eintrittstor in die Welt des Films zu machen“, wozu sich die Autoren nicht lange bitten ließen.

Insgesamt 32 Streifen hatten nach der jeweiligen Clubschau und den verschiedenen Regionalwettbewerben den Sprung auf die Landesebene geschafft. Der Film Club Teck war dabei mit insgesamt vier Beiträgen vertreten. In mehrfacher Hinsicht abgesahnt hat diesmal Josef Pettinger aus Göpingen-Manzen. Das FCT-Mitglied erhielt für seinen Film „Plötzlich war da ein Loch“ nicht nur einen 1. Preis, sondern auch den Sonderpreis „Silberne Schere“ für den besten Schnitt. Dazu kam noch Platz eins bei der Publikumswertung. Der filmerische Einblick in die Arbeit von Höhlenforschen hat auch die Jury so beeindruckt, dass sie nur noch Respekt zollen konnte.

Apropos Jury: Zur bewertenden Instanz gehörten auch Lutz Schulze aus Weilheim als Juryleiter und Dr. Volker Bürkle aus Dürnau, beide ebenso FCT-Mitglieder wie Landesverbandsarchivar Werner Rothenöder, der wieder in bewährter Weise die Publikumswertung ermittelte. Nach der Preisvergabe durch die Jury wurden jene Filme, die sich auch einem Bundeswettbewerb stellen konnten, zunächst nur nominiert. Ein generell reduzierter Ausrichtermodus und das somit auch knapper gewordene Zeitkontingent greift erstmals in dieser „Saison“ und erforderte hohe Rechenkunst vom Auswahlgremium. Josef Pettinger hatte es danach geschafft, sein 20-Minuten-Film wird beim Bundesfilmfestival Dokumentation in Dortmund zu sehen sein.

„Meine Entscheidung“ hat Karl-Heinz Kosmalla aus Lenningen-Hochwang seinen Film genannt. In einer Laufzeit von acht Minuten wird die Geschichte einer älteren Frau geschildert, die nach dem Tod des Mannes ihr Haus aufgibt und in ein Seniorenheim zieht. Die Jury unterstrich die Bedeutung des Films, der mit unpathetischen Bildern eine schwierige Situation stimmig umsetzt. Ein 1. Preis und die Weitermeldung zum Bundesfilmfestival in Fuldabrück sind der Lohn dafür.

In lediglich zwei Minuten haben Barbara und Hartmut Ibsch Frage und Antwort gepackt. „Und?“ lautet der Titel des Animationsfilms, der ebenfalls einen 1. Preis erhalten hat. Hervorgehoben wurde von der Jury die politische Aussage des „sehr eindrucksvoll gestalteten Animationsfilms“, die vom Soundtrack intensiv unterstützt werde. Das Kirchheimer Autorenpaar freut sich über die Weitermeldung zum Bundesfilmfestival Fiktion in Schrobenhausen.

In der Publikumswertung Platz acht, von der Jury nur ein 3. Preis – so unterschiedlich werden Filme bewertet. Das musste diesmal Lothar Bogsch aus Leonberg erleben. Das FCT-Mitglied hat in seinem Streifen „Zerrissenes Land“ eine Flußkreuzfahrt durch die Ukraine filmerisch mit der Auseinandersetzung um dieses Land verbunden. Der Kunstgriff, die Reiseeindrücke zwischen Fernsehbilder des gewaltsamen Geschehens zu setzen, konnte die Mehrheit der Jury nicht überzeugen. Dennoch wurde der 18-Minuten-Film für das Bundesfilmfestival in Fuldabrück nominiert. Bis Ende April wird darüber endgültig entschieden sein.

Noch nachzutragen wäre, dass beim 82. Landesfilmfestival der Film Club Teck am erfolgreichsten abgeschnitten hat. Und das kann sich doch wirklich sehen lassen.

b.i.

 

 

Rückschau und der Blick nach vorne
Film Club Teck mit positiver Bilanz bei der Hauptversammlung

Was für ein Jahr: abwechslungsreiches Programm, Club-Geburtstag, Erfahrungsaustausch, Geselligkeit und immer wieder öffentliche Anerkennung. Das alles und noch viel mehr gab es 2016 für den Film Club Teck. Grund genug also, bei der Hauptversammlung eine positive Bilanz zu ziehen.

Dettingen. Clubleiter Helmut Kohlhammer geizte nicht mit Anerkennung und Dank für jene, die sich im vergangenen Jahr für den FCT eingesetzt hatten. Und das waren im Grunde alle. Ob sie nun in verantwortungsvoller Position agieren oder „nur so“ in das Clubleben eingebunden sind – die FCTler sind ein eingeschworenes Team. Sie können zupacken, Filme gestalten, darüber intensiv diskutieren und sich gemeinsam über Erfolge freuen auf lokaler und regionaler Ebene, aber auch über die Landesgrenze hinaus bei Bundesfilmfestivals. So sehen dies übrigens die Autoren auch. Natürlich haben in erster Linie sie die Arbeit, aber den Lohn dafür fährt letzten Endes auch der Filmclub ein, bildet er doch das Fundament des Ganzen.

Positive Bilanz also durch den Clubleiter, dessen Rückblick auf das letzte Vereinsjahr noch einmal aufzeigte, womit im einzelnen „gepunktet“ werden konnte. Die Freude darüber ließ Helmut Kohlhammer spüren, lud ein zum Blick auf das überaus lebhafte vergangene Jahr. Gemeindefilmabend in Dettingen, informative Clubabende, interessante Autorenabende, 40 Jahre Film Club Teck, konstruktive Auseinandersetzungen im positiven Sinne, der Besuch eines renommierten Gastautors, erster Auftritt im Weilheimer „Kinole“, Teilnahme an Wettbewerben, Jury-Einsätze, bereits zum siebenten Mal die Matinee in den Kirchheimer Central-Lichtspielen – die Reihe der Aktivitäten ließe sich problemlos fortsetzen.

Der Dank dafür galt der gesamten Vorstandschaft um Helmut Kohlhammer. Also auch dem „Vize“ Lutz Schulze (auf Landesebene Jurybeauftragter), dem Schatzmeister Werner Rothenöder, der zugleich Regionalleiter im Landesverband des Bundes Deutschen Filmautoren (BDFA) ist, dem Schriftführer Heiner Gabel und dem Gerätewart Eberhard Halder. Nicht zu vergessen Karl-Heinz Kosmalla, der als unermüdlicher Webmaster dafür sorgt, dass es sich lohnt, immer mal wieder bei www.filmclub-teck.de reinzuschauen. Im Gegenzug bescheinigte Lutz Schulze dem rührigen Clubleiter, „mit Herzblut“ sich auch um jene Dinge zu kümmern, die ohne große Außenwirkung sind, aber getan werden müssen.

Durchweg positive Aussagen auch bei den weiteren Berichten der Clubverantwortlichen. Keine Beanstandungen durch die Kassenprüfer, bei denen jetzt an die Seite von Dr. Hanns-Jürgen Roll das FCT-Mitglied Rolf Hohmeier gerückt ist. Versammlungsleiter Lothar Bogsch hatte wie immer keine Mühe, die Entlastung des Gesamtvorstandes herbeizuführen.

Dass auch 2017 bunt und abwechslungsreich werden wird, zeigt schon der Blick in das neue Jahresprogramm. Noch ein Schritt weiter war nach der Hauptversammlung angesagt: 2018 wird es wieder „Filmtage unter der Teck“ geben. Der FCT richtet erneut ein Landesfilmfestival aus. Die besten Filme Baden-Württembergs werden dann von nichtkommerziellen Autoren präsentiert. Besonderer Glanz also in der Dettinger Schloßberghalle. Besonderer Einsatz aber auch durch den Film Club Teck. Die Vorarbeiten haben begonnen.

Barbara Ibsch

 

Raus aus dem „Winterschlaf“!

Sie hätte einem gefehlt, aber sie kam dann doch, die mittlerweile zum Programm zählende „Kabbelei“ zwischen dem Schultes und dem Schulze. Wer wem den Vortritt lassen solle beim Auftakt der ersten öffentlichen Veranstaltung im Jahr – beim Gemeindefilmabend in der Dettinger Schloßberghalle? Der Schultes sollte es nach Ansicht des Schulzes sein, aber der Schultes war für den Schulze und belehrte diesen eines Besseren: Er müsse die Gäste begrüßen, schließlich sei er ja der Veranstalter. Punkt. Und das tat Lutz Schulze auch für den Film Club Teck wie immer gut gelaunt, um dann ganz schnell dem Schultes das Wort zu überlassen.

Dettingens Bürgermeister Rainer Haußmann machte dabei keineswegs den von ihm suggerierten Eindruck, vorzeitig aus dem „Winterschlaf“ gerissen worden zu sein. Auch eine Woche vor der seither praktizierten Symbiose zwischen Gemeinde und FCT in Form des traditionellen Gemeindefilmabends präsentierte er sich putzmunter und bestens vorbereitet auf die 2017 anzupackenden Aufgaben. Auch diesmal nutzte er die Gelegenheit zu einer kleinen Tour d’Horizon, packte Rückblick und Ausschau komprimiert zusammen, gönnte sich wie den Gästen kleine kommunalpolitische Spitzen in Richtung Große Kreisstadt.

Ein spürbar wichtiges Anliegen war es Rainer Haußmann, sich auch weiterhin auf das in Dettingen vorhandene unaufgeregte, menschliche Miteinander verlassen zu können. Die guten Wünsche für 2017 verband der „Schultes“ – um wieder zum alljährlichen Prozedere zurückzukehren – mit Anerkennung für den FCT als dem noch immer erfolgreichsten Filmclub in Baden-Württemberg.

Unterhaltsames „Vorprogramm“ also in einem trotz Terminverschiebung und winterlicher Außenlage ziemlich vollen Haus. Darin konnte es losgehen mit dem Kino im Saal. Und was nicht alles geboten wurde: Dreizehn Filme samt Fotoschau, die unterschiedlicher nicht sein können. Geologisch Interessantes gehörte dazu, Abenteuerliches, Persönliches, Humorvolles, Mystisches. Es wurde aber auch eingetaucht in fremde Kulturen, ein spektakuläres Naturschauspiel geboten oder einem Meister des Handwerks über die Schulter geschaut. Und die eisigen Temperaturen draußen ließen in etwa auch fühlen, wie kalt es auf einem Sechstausender in der Himalaja-Region sein könnte.

Gab es ein Manko? Aus meiner Sicht schon: Der Kupferschmied hätte sein Alphorn mitbringen können… Aber sonst hat auch diesmal wieder alles gepasst.

Barbara Ibsch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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